> Am 19.10.2017 um 19:45 schrieb Jochen Graf <g...@uni-landau.de>:
> 
> Hallo LIste,
> 
> ich arbeite zur Zeit mt Typo3 8.7.1 mit indexsearch .
> Bei der Version 8.7.1 war die Option
> 
>   forwardSearchWordsInResultLink = 1
>   forwardSearchWordsInResultLink.no_cache = 1
> 
> noch vorhanden. Aber bei der Version 8.7.8 geht dass nicht mehr.
> Diese Option musste erst aktiviert werden.
> Wieso werden solche Kleiniigkeiten nicht übernommen?
> Ich habe zur Zeit Probleme, meinen Kunden die ständigen kleinen Dinge zu 
> erlären.
> Klar ist, dass es ständige Neuerungen gibt. Aber könnte man nicht einfach 
> einge übernehmen?
> Die Kunden wollen nicht mehr ein Upgrade, weil es einfach zuviel Geld kostet,
> Es ist dem Kunden egal, ob Fluid oder nicht.
> Wieso wird gerade  im TYPO3 Sektor alles so verkompliziert?, dass man fast 
> ein Studium benötigt?

Hallo Jochen,

ich kann Deine Probleme bestens nachvollziehen. In letzter Zeit wenden sich die 
Kunden vermehrt von TYPO3 ab, weil die Kosten kaum noch überschaubar sind. 
Statt viel Geld für ständige Upgrades zu bezahlen, springen vermehrt Kunden ab 
und lassen sich mit Contao, Joomla oder Wordpress neue Homepages für wenig Geld 
erstellen. Meist findet sich sogar ein Bekannter eines Bekannten, der das 
besonders preiswert macht. 

Und, erstaunlich aber wahr, mit diesen genannten CMS lassen sich völlig 
unproblematisch moderne und gut aussehende Seiten einfach zusammen klicken. Bei 
allen gibt es sogar für ein paar Kröten oder gar kostenfrei hunderte gute 
Layoutvorlagen zum sofortigen Verwenden und Anpassen an eigene Vorstellungen. 
Dies ist natürlich besonders gut für die „Hobbyprofis“ geeignet, die dann für 
den Bekannten mal schnell die umständliche TYPO3-Homepage ersetzen. Kostenlos 
natürlich oder zum Einstandspreis...

Hier zieht also schon lange nicht mehr der Vorteil eines TYPO3, wie es im 
eigentlichen Sinne einmal möglich war, dass man auf Güte, Flexibilität und 
Qualität verweisen konnte. TYPO3 ist momentan nicht mehr sinnvoll und preislich 
attraktiv beherrschbar. Es sei denn, man hat den ganzen Tag nichts anderes zu 
tun, als sich mit TYPO3 zu beschäftigen… dann gelingt vielleicht der Spagat 
zwischen Lernkurve, überdurchschnittlicher Anzahl an Upgrades, ständiger 
Fehlerbehebung bei Änderungen von Kleinigkeiten und EXTs die nicht mehr 
funktionieren. 

Zu finanzieren ist das als Entwickler allerdings schon lange nicht mehr, viele 
Dinge, wie Fehlerbehebung nach einfachen Upgrades oder Anpassungen oder 
Suchzeiten etc., muss man einfach selbst tragen, weil man es dem Kunden nicht 
mehr plausibel berechnen kann.

Die Updatepolitik erschwert einem zudem massiv den Einsatz der neuen Versionen. 
Um auf 8.x zu kommen ist es bei 4.x Versionen praktisch unmöglich und bei 6.x 
Versionen so schwierig, unüberschaubar und unsicher, dass man am besten 
komplett neu aufsetzen sollte. Ob man zudem allerdings die Funktionalitäten, 
die man sich in den Vorgängerversionen erarbeitet hat, wieder so abbilden kann, 
ist äußerst fraglich und nicht sicher. Und dem Kunden dies als Innovation zu 
verkaufen ist schlichtweg nicht möglich, ganz zu schweigen von den enormen 
Kosten.

Bin gespannt wo das noch hinführt…

Viele Grüße,
Bernhard Ludwig
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