Am 31. Oktober 2017 um 14:59 schrieb Richard <[email protected]>:

> On Tue, Oct 31, 2017 at 01:06:24PM +0100, Martin Koppenhoefer wrote:
> > Am 27. Oktober 2017 um 16:00 schrieb Richard <[email protected]>:
> >
> > > Zumindest sollte klar sein, daß irgendwelche ausländischen Namen nicht
> ins
> > > name:XX gehören sofern nicht die Mehrheit von/aus XX den Ort unter
> diesem
> > > Namen kennt. Und wenn die Mehrheit von XX den Ort überhaupt nicht kennt
> > > ganz sicher auch nicht.
> >
> > aha? Das sind ja interessante neue Regeln, wie kommst Du darauf, dass die
> > Mehrheit der Muttersprachler einer Sprache einen Ort kennen muss, damit
> er
> > damit getaggt werden darf? Soll ich jetzt z.B. den Namen von Breitenholz
> im
> > Landkreis Tübingen entfernen, weil das von den Deutschsprechern kaum
> einer
> > kennt?
>
> gilt für name:XX, nicht für "name".
>


name:XX ist in bilingualen Gebieten (trifft auf Breitenholz nicht zu)
teilweise der einzige Name-tag.



>
> Ich halte es für ziemlich absurd wenn plötzlich für Kittenhausen/92342 ein
> name:ja auftauchen sollte. Die wenigen Japaner die sich in die Ecke
> verirren werden sich darüber kaum freuen und so ein Name kann eigentlich
> nur ein vanity name, Hoax oder "Raubkopie" sein. Ähnlich ist es bei
> vielen Namen aus dem Kaiserreich und dem 2ten Weltkrieg, da wurden
> auch sehr viele Namen frei erfunden nur um "Deutsche" Namen zu haben,
> diese sind de-facto (c) des Erfinders.. auch wenn das (c) inzwischen
> vermutlich abgelaufen ist.
>


nicht vergleichbar. Wenn im Kaiserreich jemand einen Namen erfunden hat,
dann war er nicht der einzige, der in verwendet hat. Diese Namen finden
sich in alten Büchern und Karten, auf Fotos von Schildern, zum Beispiel.


Erstens - Nachprüfbarkeit. Wer sagt mir, daß ein Name tatsächlich irgendeine
> Relevanz besitzt und nicht frei erfunden ist?
>


wer das in Frage stellt, kann ja eigene Nachforschungen anstellen und ggf.
den Urheber nach den Quellen fragen, falls er wirklich nichts findet.




> Zweitens - wenn man etwas exotisches mappt (also Namen die nicht auf
> offiziellen
> Schildern oder in der Fremdenverkehrsamtwerbung auftauchen) sollte man
> sowas tatsächlich beachten - mit Augenmaß natürlich.
> Wenn unsicher würde ich eher alt_name:XX loc_name:XX o.Ä. verwenden als
> name:XX
>


loc_name:xx kommt mir etwas merkwürdig vor, ein nur lokal verwendeter Name,
der aber in einer nicht-einheimischen Sprache ist?



>
> Es gibt wohl sehr viele Orte auf der Welt die Deutsche Namen haben die
> heute in Deutschland überwiegend unter ihren z.B. Italienischen Namen
> bekannt sind.. sagen wir im Trentino.



weiss nicht, im Trentino nutzen die deutschsprachigen Bewohner ganz
natürlich deutsche Namen, offizielle Dokumente sind dort, wo
Zweisprachigkeit offiziell ist, auch zweisprachig, inklusive der Namen.
Straßenschilder sind zweisprachig, etc., von daher halte ich es nicht für
so wichtig, wie die deutschen Touristen das handhaben, die deutschen Namen
sind kaum anzuzweifeln in diesem Gebiet.




> Eventuell sind in angrenzenden
> deutschprachigen Gebieten teilweise noch die Namen aus dem Kaiserreich
> bekannt bzw gebräuchlich. Was macht man damit?



name:de
Wenn die Namen gebräuchlich sind, ist das ja keine Frage. Wenn sie bekannt
aber nicht gebräuchlich sind, würde ich sehen, ob es alternative deutsche
Namen gibt, die gebräuchlich sind, in dem Fall würden die ersteren in
old_name:de gehen, anderenfalls in name:de. Wenn man die deutschen Namen in
Gebieten wie Westpolen in old_name ohne de: setzen würde, könnte das
wiederum leicht als Revisionismus interpretiert werden, obwohl es ggf.
semantisch korrekt wäre, d.h. ich würde es aus politischen Gründen eher
nicht machen.

Gruß,
Martin
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