> Florian Weimer <f...@deneb.enyo.de> hat am 31.12.2021 17:26 geschrieben:
> 
>  
> * Antje Kazimiers:
> 
> > Eine Frage habe ich zu Freier Software: Könnte es auch freie Software 
> > geben, die nicht öffentlich publiziert ist. Also eine Gruppe entwickelt 
> > eine Software, stellt sie unter eine freie Lizenz aber niemand macht von 
> > seiner Freiheit gebrauch, die Software zu veröffentlichen bzw. das erst 
> > zu einem späteren Zeitpunkt. Wenn das möglich ist, dann ist das schon 
> > ein deutlicher Unterschied zu Open Source.
> 

Open Source ist ein Softwareentwicklungsmodel.
Freie Software räumt dem User Freiheiten ein. Die Gruppe der User einer 
Software unter einer freien Lizenz kann auch aus nur 1 oder 2 Personen 
bestehen. Es besteht kein Veröffentlichungszwang. 

> Bei den meisten Red-Hat-Produkten ist das der Fall. Bei AdaCore ist
> das ähnlich, denke ich, ebenso den Toolchain-Produkten von Siemens.
> 
> Ich sehe hier keine Abgrenzung zu “open source”. Ich denke, daß bei
> beiden Begriffen die meisten erwarten, einfach und kostenlos das
> Programm herunterladen zu können und ohne Einschränkung zu nutzen.
> Verfügbarkeit der Quellen spielt nach dem allgemeinen Verständnis
> keine Rolle.

Öööh.
Es gibt nur eine Definition von Freier Software und zwar:
die vier Freiheiten müssen für die User verfügbar sein. To use, study, share & 
improve¹.
Das geht nur wenn der User den Quellcode zur Verfügung hat.
Freie Software muß nicht kostenlos sein!

¹https://fsfe.org/freesoftware/freesoftware.de.html
https://www.gnu.org/philosophy/free-sw.de.html
Lesenswert das Buch von RMS
https://en.wikipedia.org/wiki/Free_as_in_Freedom

Ciao Marco!
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