Liebe Leute

Responsive Webdesing ist so eine Sache, denn nur durch verkleinern der
Inhalte kommt man da nicht wirklich zu einer guten Lösung.

Bevor eine Umsetzung in welchem Tool und mit welchen Mitteln auch immer
ins Auge gefasst werden kann, braucht es ganz viel Engineering!
Benutzer von mobilen Geräten haben ganz andere Anforderungen an Inhalte
und Gestaltung als Desktop/Laptop Benutzer. Viel Material zu diesem
Thema findet man auf www.alistapart.com. Die Hinweise und Diskussionen
dort zeigen eines ganz klar: Es braucht separate Designs für die
diversen Benutzergruppen. Die Verkleinerung der Bilder ist noch das
kleinste Problem, denn das kann man problemlos mit HTML5/CSS3/jQuery
erreichen. Da braucht es TYPO3 gar nicht wirklich.

Ein guter Ausgangspunkt für responsives Design ist auch YAML4
(www.yaml.de). Da macht Dirk Jesse vor, wie man gestützt auf
Mediaqueries die Website auf die jeweilige Auflösung anpassen kann.
Diesen Ansatz haben wir auch für unsere eigene Website
(www.conpassione.ch) gewählt uns sie responsive gemacht, allerdings ohne
Anpassung der Inhalte auf die Bedürfnisse von Mobile-Usern. 

Zur Zeit sind wir gerade an einem Projekt für eine Website, welche
einerseits auf die Auflösung des Zielgerätes reagiert (das kann im
Übrigen durch verkleinern des Browserfensters auf dem Desktop simuliert
werden) und andererseits die Inhalte und vor allem auch die Navigation
anders löst. Es macht nämlich keinen Sinn, vier Menuzeilen am oberen
Bildschirmrand und drei Fusszeilen mit Links am Unteren Bildschirmrand
zu zeigen und dann keinen Raum für Inhalte mehr zu haben.
Im Projekt selber ist es wichtig, die Zielgruppen für die Inhalte genau
zu kennen. Dann braucht es wie erwähnt viel Engineering, damit man aus
einer gemeinsamen Quelle alle Bedürfnisse abdecken kann. So ist es ev.
wichtig, dass Texte in einer Kurz- und Langform zur Verfügung stehen,
die Kurzform für die Mobile-Benutzer, die Langform für die iPad oder
Desktop Benutzer. Dann muss lange, lange über die richtige Navigation
für die verschiedenen Auflösungen/Endgeräte nachgedacht werden und diese
ev. auch an Hand von Beispielen getestet werden.
Und zum Schluss kommt dann erst die Umsetzung mit
TYPO3/HTML5/CSS3/jQuery/jQuery-Mobile.

Vielleicht habt Ihr die oben beschriebenen Probleme ja bereits alle
gelöst, dann stellt sich immer noch die Frage, wer für die
unterschiedlich grossen Bilder zuständig sein soll. Liefere ich seitens
TYPO3 nur eine Standardauflösung und zoome dann mit Hilfe von CSS und
jQuery? Dabei gilt es zu bedenken, dass TYPO3 bei der Feststellung des
Endgerätes auf einen korrekten HTTP-Header angewiesen ist, jQuery und
CSS können dies clientseitig ermitteln. TYPO3 ist sich deshalb nicht
immer sicher, an wen es die Seiten ausliefert...!

Und wenn es dann wirklich nur noch um die Umsetzung geht, hole ich mir
die Inspiration z.B. da:
http://t3n.de/news/mediaqueries-inspiration-381500/

Aus meiner Sicht ist Responsive Webdesing 80-90%
Kommunikations-Engineering und 10-20% Technik und der schwierige Teil
ist seit HTML5/CSS3/jQuery nicht mehr die Technik!

Liebe Grüsse
Renzo
 
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Renzo Bauen
+41 79 330 10 11
conPassione gmbh 


Am Montag, den 23.04.2012, 08:28 +0200 schrieb Philipp Gampe: 

> Hi ulrich,
> 
> ulrich wrote:
> 
> > Ich schau mir mal das git repo an, das Georg verlinkt hat, vielleicht
> > ist da ja die Lösung drin!?
> 
> Ich habe kurz reingeschaut, das sieht schon ganz gut aus. Nur die  
> Dokumentation fehlt.
> Aber der Code sieht gut verständlich aus :)
> 
> Viele Grüße


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