Am 22.12.18 um 10:54 schrieb Markus: > Hallo Stefan, > > Was ist dazu die Haltung von OSM, konkret: der OSMF und der Chapter? > > Welche politischen Schritte sind da geplant?
Die Frage kann ich dir nicht beantworten, ich bin nur OSM-Beitragender und nicht in der OSMF oder einem der Chapter organisiert. Ich hatte im weiteren Verlauf zwar aufzuzeigen versucht, dass der Instanzenzug sehr wohl politische Arbeit ist, ich diesen Weg nach wie vor fuer richtig halte, und es meiner Ansicht nach keine dichotome Auswahl „_entweder_ vor den BGH ziehen _oder_ politisch taetig werden“ gibt. Ich weiss aber nicht, ob sich in der deutschsprachigen OSM-Szene Menschen berufen fuehlen, hier Kampagnenarbeit zu betreiben. Und sei's nur, die eigenen MdB/MdEP mal anzurufen. Offen gestanden vermag ich ohnehin nicht so recht einzuschaetzen, wie's die deutschsprachige OSM-Community mit der Urheberrechtsreform hat. Die Kruecke, ueber den Kunstgriff UrhG → ODbL Drittnutzer der OSM-Daten dazu zu verpflichten, ihre Beitraege ggf. auch unter ODbL zur Verfuegung zu stellen, ist ebenso charmant wie es die GPL- und CC-Lizenzen waren. Die Art, wie einige aber tatsaechlich daran _glauben_, dass eine Sammlung real existierender Fakten/Geokoordinaten tatsaechlich dem Urheberschutz im Sinne eines Droit d'Auteur unterliegen _sollten_, stoesst unterm Strich ins selbe Horn wie die Reiss-Engelhorn-Museen das getan haben. > Und Simon schlägt vor: > > "auf den Gesetzgeber etc. einzuwirken, dass > der Erhalt von Förderung etc von Museen und ähnlichen Einrichtungen an > Bedingungen für den Zugang der Allgemeinheit geknüpft werden, die z.B. > das Photographieren von gemeinfreien Werken erlauben." Das koennt ihr schon auf der Ebene eurer lokalen Kommune machen. Es gibt kaum eine Kultureinrichtung, die nicht entweder in oeffentlicher Hand ist oder durch sie Foerderung erhaelt. Euer Stadt-/Gemeinderat kann durchaus Satzungen erlassen, die solche Zugangsklauseln verbindlich vorsehen[1]. Da braucht's nur eine Ratsfraktion, die das einbringt, und dann halt die passende Argumentation, um eine Mehrheit zu finden. Dafuer ist das REM-Urteil IMO ganz gut. Und Projekte wie Coding da Vinci koennen zeigen, wie es auch anders geht. regards, -stk [1] Schwierig wird's halt bei Tonaufnahmen von Orchestern etc., da sind zusaetzlich Tarifvertraege im Spiel. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

