Am 27. April 2010 16:44 schrieb Thomas Ineichen <[email protected]>:
> Meiner Meinung nach sind die verschiedenen highway-Typen aber gerade > *durch* die verschiedenen Nutzungsbeschränkungen und Widmungen > entstanden: > > http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key:highway > > Ausser den 'normalen' Strassen (primary, secondary, tertiary, > unclassified, residential) implizieren alle Typen gewisse Widmungen/ > Beschränkungen. Ja, aber auch recht indirekt. Die highway-typen sind teilweise auf schwammige, umgangssprachliche Definitionen aufgesetzt - in GB sind zum Beispiel einige der Meinung, daß ein Radweg einfach etwas ist, das wie ein Radweg(was man umgangssprachlich als solchen bezeichnen würde) aussieht, in "footway" sollen wohl implikationen stecken, die auf dem "right-of-way" des britischen Rechts basieren, das es hier gar nicht gibt... Wenn dieses Knäuel an verschiedenen Implikationen dann noch auf verschiedene Rechtssysteme umgesetzt werden muß, ist es meines Erachtens besser, den highway-typen und die rechtliche sowie die physische Situation getrennt zu beschreiben. Selbst bei highway=motorway funktionieren diese implikationen international nicht richtig, in den USA sind zum Beispiel in einigen(?) Staaten Fahrräder auf Autobahnen grundsätzlich erlaubt. > Wie ein Weg ausgebaut ist (surface und width) weisst Du aber z.B. auch > bei einem highway=residential nicht. Ohne weitere Angaben kann das von > einer 10 Meter breiten Asphalt-Piste bis zu einem schmalen Kiesweg > fast alles sein. Ja, das kann vorkommen. Nur lässt sich die typische physische Erscheinung einer Wohnstraße, einer Fußgängerzone oder einer Autobahn leichter international übertragen als rechtliche Regelungen > Es gibt immer Situationen, die nicht mit einem einzelnen highway-Tag > beschrieben werden können. Das Verbreitete taggen nach Beschilderung > halte ich aber für sehr anfängerfreundlich. Ein erfahrener OSM-Nutzer > kann den Weg dann immer noch erweitern: > > highway=foot_and_cycleway > agricultural=yes > width=5 > surface=asphalt > > ist fürs Rendering schlussendlich nicht komplizierter wie > > highway=track > tracktype=grade1 > motor_vehicle=agricultural > width=5 Gibt aber ein anderes Ergebnis beim Rendern - im ersten Fall überträgst du die Beschilderung ins higway-tag und bekommst vom Renderer einen "Radweg", im zweiten (ich würde noch foot=designated & bicycle=designated hinzufügen) einen Wirtschaftsweg der Stufe 1 und kannst noch anders, z.B. durch farbige Markierung, deutlich machen, daß das Ding für Radfahrer und Fußgänger gewidmet ist. > Ich glaube leider nicht, dass sich diese Vermischung zwischen Highway- > Tag und Beschilderung noch irgendwie lösen lässt (und halte dies wie > oben geschrieben auch nicht für wünschenswert). Ich bin da optimistisch. Je mehr die Beschilderung eingetragen wird, desto mehr können wir in der Auswertung "schwammige" Implikationen zurückfahren. Bei meiner selbstgefriemelten Garmin-Karte mache ich auch ein paar Annahmen für Dinge wie erwartete Reisegeschwindigkeit oder Oberfläche, wenn sie nicht explizit getaggt sind. Aber *wenn* sie explizit getaggt sind, dann verwende ich sie auch und es zeigt sich, daß die Qualität der Karte (z.B. hinsichtlich Routing) steigt, je mehr davon in den Daten sind... Gruß, Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

