Am Fr., 2. Nov. 2018 um 09:23 Uhr schrieb <[email protected]>: > Jeder schreit rum, wenn es um gläsernen Mensch geht, > Identifizierbarkeit, Nachvollziehbarkeit der Bewegung, etc. pp. aber > wenn's um das Liefern fremder persönlicher Daten "frei Haus" geht, > brüllen alle Hurra! Aber wehe die Behörde greift dann auf derartige > Datenbestände einfach zurück, dann wird gemeckert, geschimpft, geklagt, > etc., womöglich noch wegen fehlender Nennung der Quelle nach Lizenz > XY-soundso. >
Wenn es um Firmennamen geht, dann sind die Daten sowieso öffentlich und _müssen_ das auch sein, die Behörden haben diese Daten natürlich sowieso schon, wir sprechen ja lediglich über Firmennamen und Adressen, und nur über POIs wo es ein Schild am Haus gibt. Das Finanzamt hat natürlich auch zusätzlich die Daten von allen, die kein Schild am Haus haben (aber ein Gewerbe angemeldet). Firmen "bewegen" sich jedenfalls nur langsam, die Debatte über das Anlegen von Bewegungsprofilen hat hiermit m.E. überhaupt nichts zu tun. M.E. müssen wir unterscheiden zwischen Daten, A) die irgendwie mit einer Person zu tun haben könnten (z.B. Hausnummern, Grundstücke, etc.), B) solchen die sich auf den Namen einer Person im Zusammenhang mit einer geschäftlichen Aktivität beziehen (z.B. Freiberufler), und C) persönlichen Daten von Privatpersonen. C) Bei C sind wir uns wohl einig, dass wir sowas nicht erheben, das bezieht sich m.E. z.B. auch auf KfZ-Nummern für die individuelle Parkplätze reserviert sind, Namen von Personen (zumindest die, die nicht in der Öffentlichkeit stehen und deren Name nicht gleichzeitig der Name eines Geschäfts ist) am Klingelschild, etc.. B) Bei B würde ich zumindest diejenigen, die ihren Namen freiwillig öffentlich bekanntgeben (z.B. auf dem Firmenschild stehen haben) und die, deren Name veröffentlicht werden muss, eintragen bzw. die Eintragung dulden. Bei letzteren würde ich vermutlich auch einer Bitte auf Löschung nicht nachkommen. A) hierzu wurde z.B. kürzlich von Frederik im Forum angemerkt, Grundstücke würden wir nicht erfassen weil das personenbeziehbare Daten seien oder sein könnten. Ich würde das so sehen, dass wir den Bezug zur Person nicht herstellen (sofern es Fall C und nicht B ist), aber die Dinge durchaus erfassen können. Klar ist jede Adresse auch auf Personen beziehbar, die dort wohnen, genauso wie auch jedes Grundstück. Solange man den Bezug (Bewohner bzw. Eigentümer) nicht herstellt, sind das keine persönlichen Daten. > Muss ich widersprechen um nicht ungewollt in irgendeiner Datenbank > aufzutauchen oder trage ich mich als Verantwortlicher selbst ein, wenn > ich das wünsche?! bei OSM ist beides möglich, aber einem Widerspruch würde ich nur dann entsprechen, wenn es eine Verpflichtung dazu gibt (und in dem Fall hätten die Daten wahrscheinlich sowieso gar nicht erst eingetragen würden dürfen). Anderenfalls würde ich davon ausgehen, dass die Veröffentlichung im Interesse der Allgemeinheit liegt. Ich denke, ich muss nicht erst widersprechen, wenn > jemand fremdes mit meinen Daten umspringt, wie ihm beliebt sondern es > ist und bleibt die Entscheidung des Inhabers dieser Daten, was mit ihnen > passiert. kommt darauf an, was es ist. Wenn Du eine Privatperson bist, hast Du Recht. Wenn Du z.B. ein Arzt bist, und jemand ist nachweislich durch Dich zu Schaden gekommen, dann macht es doch Sinn, dass derjenige es auch weitererzählen darf, oder nicht (extremes Beispiel, so was kommt in OSM ja sowieso nicht vor)? Wenn Du ein Ingenieur bist, und Deine Brücke stürzt ein, sollst Du dann verhindern dürfen, dass Dein Name als Ingenieur an die Brücke getaggt wird? Nicht alle Daten, die mit Dir in Verbindung stehen (könnten), sind auch "Deine". Es gibt durchaus auch ein Recht der Öffentlichkeit, Namen von Handelnden zu erfahren. Gruß, Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

