Am 14.09.2013 21:40, schrieb Christoph Hormann:
On Saturday 14 September 2013, Stephan Wolff wrote:
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Coastline#Verbessern_der_Gena
uigkeit
Das habe ich gelesen und musste über "keine Generalisierung"
schmunzeln. Die Küstenlinie ist ein klassisches Beispiel für ein
Fraktal und hätte ohne Generalisierung unendlich viele Punkte und
sogar unendliche Länge.
Das wäre nur dann der Fall, wenn Du ein Messverfahren mit unbegrenzter
Auflösung verwendest. In der Realität hat bereits die ursprüngliche
Datengrundlage (also das Luftbild oder das GPS-Signal) eine klare
Auflösungsgrenze und der Ratschlag, gegenüber dieser nicht zusätzlich
zu vereinfachen, ist recht sinnvoll - ganz einfach nach dem Motto: wenn
man sich schon die Mühe macht, das zu erfassen, dann sollte man die
Erfassung nicht schlechter machen, als sie aufgrund der Datengrundlage
eh zwangsläufig ist.
Die Intention war mir klar. In den Schären kann man schon die auf den
vorhandenen Luftbildern sichtbaren Steine nicht alle einzeichnen.
Bei höher aufgelösten Bildern muss man zwangsläufig die coastline glätten.
Berücksichtigt man, dass der fotografierte Wasserstand nicht unbedingt
dem mittleren Wasserstand entspricht, kommt man auf eine Unsicherkeit
von wenigen Metern bei Fels-/Kiesküsten, deutlich mehr bei Schilfgürteln
und weniger bei künstlichen Befestigungen. Diese Genauigkeit versuche
ich beim Einzeichnen der coastline zu erreichen.
Hinzu kommt die Lageunsicherkeit der Luftbilder, die man mangels
brauchbarer GPS-Tracks (die meisten Tracks in den Schären stammen von
Wasserfahrzeugen) nur eingeschränkt korrigieren kann.
Gruß
Stephan
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