Moin zusammen,
ich habe nicht die ganze Diskussion mitbekommen und gehöre auch bei weitem nicht zum Kernteam, würde aber gerne noch einen Vorschlag in den Raum werfen, mit dem vielleicht mehr Menschen besser leben können als jetzt. Dem Beschluss würde er m.E. auch nicht widersprechen. Die Versorgung von Flüchtlingsunterkünften ist nach meinem Verständnis eine außergewöhnliche Aufgabe für Freifunk, sowohl technisch als auch was die Frage angeht, welche Kompromisse man eingehen will. Wie wäre es, wenn man die Versorgung der Unterkünfte, für die Geld fließt, technisch und auch organisatorisch etwas abgrenzt? Man könnte sagen, dass Freifunk hier die Anbindung der Unterkünfte im Wesentlichen mit Know-How unterstützt. Technisch könnte man ein eher Infrastruktur-mäßiges Setup verwenden, also komplett auf Meshing verzichten, mehrere Funk-Kanäle nutzen, das Layer2-Netz im Haus lassen und die Clients über NAT und (irgendeinen) VPN-Tunnel anbinden. Neben der Tatsache, dass man eine für diesen Anwendungsfall optimierte Lösung hätte, würden sich auch für das jetzige Freifunk-Netz Vorteile ergeben, bzw. Nachteile ausbleiben. Man würde nicht plötzlich tausende neue Clients auf das Layer-2-Netz loslassen und könnte beim organischen Wachstum bleiben. Genauso wenig müsste man überstürzt Änderungen an der Firmware vornehmen, die man sonst vielleicht nicht vornehmen würde. Ein wesentlicher Nachteil bestünde darin, dass man eine zweite Konfiguration hätte, die anders zu warten wäre als der Rest. Aus meiner Sicht wäre es aber absolut machbar, hierfür zwei bis fünf Menschen zu finden, die sich eben diesem Ableger widmen. Ferner könnte vermutlich auch die Wartung abgerechnet werden wenn das WLAN nicht mehr geht, muss halt ein Techniker kommen und der schreibt halt eine Rechnung. Für das Verhältnis von ehrenamtlicher Freifunker-Arbeit zur Kommerzialisierung wäre sichergestellt, dass eine Installation, für die Geld fließt, nicht wesentlich die FF-Infrastruktur und damit die Ehrenamtlichen belastet. Aus Sicht der Stadt Hamburg, der unsere Diskussion vollkommen egal sein dürfte, war es dann trotzdem Freifunk, die für WLAN gesorgt haben. Die Dachbegehungs-Bonuspunkte blieben Freifunk erhalten. Sollte der Vorschlag Anklang finden, werde ich ihn gerne weiter konkretisieren bzw. mit denjenigen ausarbeiten, die sich dazu berufen fühlen VG Matthias
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