Hallo Rhino, 
ich weiss nicht, ob wir uns kennen, ist egal, ist bin seit 30 Jahren teil 
dieser Gemeinde in Deutschland. Und Du hast Recht, in dem Du sagst, dass die 
Reaktion auf Corona uns spaltet, allerdings, wo und wie es uns spaltet, da sind 
wir meilenweit auseinander. Ich war selbst damit konfrontiert als Trainer von 
Frankfurt als ein Spieler mich mit Nazi-Mitläufer verglichen hat, weil ich ihn 
in seinem ungeimpften Zustand nicht trainieren lies, obwohl er vorher über 
diese Vorkehrungen der Bundesland Hessen gut informiert war. 
Der Zitat von Niemöller, in Zusammenhang mit Hygiene-Konzepten der DFV zu 
bringen, ist einfach idiotisch und eine absolute Trivialisierung der Nazi-Opfer 
von damals. Es ist einfach beschämend so was zu bringen, und wenn Du nicht in 
der Lage die Wucht und Zorn der Leute zu verstehen, die darauf reagiert haben, 
dann hat der Frisbee Gemeinde mit deinem Rücktritt wenig verloren. 
Keine in dieser Gemeinde geht es anders als Dir. Wir wollen alle spielen. 
Wollen die pre-Covid Entspanntheit, Leichtigkeit, Fröhlichkeit unsere Turniere 
und das Miteinander wieder haben. Aber es geht noch nicht. Die Fallzahlen sind 
momentan eine Katastrophe und die wenig Leute, die Frisbee in Deutschland 
organisieren, die ihre Zeit dafür geben, umsonst, und schwierige Entscheidungen 
anhand Bundes/- und Landesvorgaben machen müssen, die brauchen verstecke 
Vorwurfe wie deine " wir hatten das schon mal in so ähnlicher Form in 
Deutschland", wie ein extra Loch im Kopf. 

Wenn Du Dich nicht impfen willst, ist es dein gutes Recht, und Du solltest zu 
deine Entscheidung stehen, aber auch die Konsequenzen akzeptieren. Weil die 
Funktionären von DFV, die handeln, nicht nur zur Gute der Frisbee Gemeinde, 
aber zur Gute der gesamt Bevölkerung, in dem sie das Risiko eines Verbreitens 
des tödlichen Virus (120,000+ schon) durch Aktionen, die sie zu verantworten 
haben, minimieren. Man denkt nicht nur an die jungen fitten Leuten die sich 
anstecken, und wenig Konsequenzen tragen, sondern man denkt an die Leute, mit 
dem sie in Kontakt kommen, und sterben können. 
Und genau diese verantwortungsvolle Verhandlung, nenne ich, im Gegensatz zu 
Dir, das ultimative an Fairplay Bekenntnis. 
Gr.
Ian


    On Sunday, March 13, 2022, 01:10:53 PM GMT+1, Reinald Mayer via Wurfpost 
<[email protected]> wrote:  
 
 
Geehrte Frisbeegemeinschaft,

 

unter https://www.frisbeesportverband.de/verband/selbstverstaendnis/ steht:

Der DFV ist Förderer des Fairplays

„Spirit of the Game“ ist Basis des Frisbeesports – Fairplay-Bekenntnis des DFV

 

Gleichzeitig ist die Wurfpost auch die offizielle Plattform für Ankündigungen 
rund um den Frisbeesport. Sollte nicht auch hier der Fairplaygedanke gelten?

 

Wie fühle ich mich, wenn ein Spieler am Ende den Handschlag verweigert? („keine 
Grüße“)

 

Wie geht es mir, wenn ich nach einem Call anstatt einer ruhigen 
Auseinandersetzung Beschimpfungen erhalte? („Lass den Dreck Rhino.“; „Sag mal, 
bist du fest oder was? 1. Dein Geschwurbel ist unerträglich“; „Ekelhaft! Hör 
auf, die Wurfpost (oder sonst wen) mit so einem Geschwurbel zu verpesten!“)

 

Wie fühle ich mich, wenn jemand Abseits des Spieles zu meinem Wagen geht und 
mir die Bremsleitung des Autos durchtrennt? Das wäre noch die harmlose 
Variante, aber tatsächlich hat sich einer aus dieser Gruppe die Mühe gemacht 
mich zu recherchieren und unter falschem Namen bösartige Anschuldigungen bei 
meinem Arbeitgeber über mich zu machen!  (M. Monsch)

 

Es gab durchaus Leute, die zur Einhaltung des Spirits angemahnt hatten („Leute, 
Corona spaltet genug in unserer Gesellschaft - lasst es uns hier besser machen 
;-)“), aber deren Rufen blieb ungehört.

 

„"Ja, ich denke, wir hatten das schon mal in so ähnlicher Form in Deutschland 
..." -> Wie bitte? Kannst Du bitte die Wurfpost sauber von solchem Bullshit 
halten?“

 

Ich wollte zum Nachdenken anregen und einen Impuls für eine offene Diskussion 
geben. Einige von Euch haben mir per private E-Mails bestätigt, dass diese 
Diskussion längst überfällig ist, aber Sie haben sich offenbar nicht getraut, 
mir öffentlich zur Seite zu stehen.

„Ich bin so froh das es endlich mal jemand wagt in Frisbee Deutschland auf 
diese massiven Missstände die auch im Frisbeesport bestehen hinweist und diese 
anspricht. Von daher möchte ich dir einfach DANKE sagen für deinen Mut das 
Richtige auszusprechen! Du bist nicht alleine und es gibt viel mehr die genauso 
denken. Die Reaktionen auf deine Mail sind so schrecklich und entlarvend das es 
mich sehr traurig macht und auch erschreckt wie weit es schon wieder gekommen 
ist...“

Ist dies unser neues Normal?

 

Ihr wart so nett und habt mich nicht nur bestätigt, sondern leider auch noch 
Recht gegeben: Selbst wir, die wir ein Fairplay-Bekenntnis groß auf unsere 
Fahnen geschrieben haben, sind nicht mehr in der Lage, uns an unsere 
eigentlichen Ideale zu erinnern. Höchste Zeit, für einen Neuanfang.

 

Ich für mich bin beim DFV ausgetreten. Ich kann nicht mehr Teil einer 
Gemeinschaft sein, die Einigkeit fordert aber Ausgrenzung und Aggression lebt. 
Bitte nicht falsch verstehen, die meisten von Euch sind sicherlich nette, faire 
Menschen, die sich aber nicht mehr trauen öffentlich jemandem zur Seite zu 
stehen, während er von einem Mob angegriffen wird.

 

Und jetzt sag mir noch jemand, dass mein Hinweis "Ja, ich denke, wir hatten das 
schon mal in so ähnlicher Form in Deutschland ..." immer noch fehl am Platze 
war. Ebenso meine Analogie zur Niemöllers „Habe ich geschwiegen“: Weshalb ich 
schweige, ist fast schon egal, aus Angst, dass ich ebenfalls angegriffen werde, 
oder nur aus Bequemlichkeit.

Habe ich geschwiegen.

 

Vielen Dank an alle, die mich privat unterstützt haben.

 

Liebe und gesegnet Grüße,

 

Rhino

 

 

 
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