Lieber Johannes, Ich habe meine Nachricht absichtlich am 1. April geschrieben, um keine neue Diskussion anzustossen, wenn es dafür kein Bedürfnis gibt.
Der Grundgedanke ist den Spirit durch etwas Lebendiges zu verkörpern, anstelle von Regeln die umgesetzt werden müssen. In der Praxis sähe das so aus, dass man zunächst zehn Ultimate Spieler (m/w) bestimmt, die mit dem Spirit vertraut sind. Der Kreis würde sich dann eigenverantwortlich auf 20 - 30 engagierte, vorzugsweise aktive und kompetente Spieler erweitern. Die Aufnahme in den Kreis ist durch Berufung in den Kreis. PRAXIS Auf den meisten Turnieren wäre ein Teil des Kreises vorort, der sich mittags/abends zu einem Gedankenaustausch treffen kann. Während der Spiele wäre es so, dass wenn Mitglieder des Kreises an der Seitenlinie sind, diese um Rat gefragt werden können. Anfangs könnte man dies unterstützen indem die Mitglieder des Kreises zum Beispiel eine erkennbare Armbinde tragen, aber man kennt sich ja. Bei Bedarf kann der Kreis nach einem Spiel mit den Captains diskutieren und Auffälligkeiten ansprechen. Im Anschluss können die Captains Teammitgliedern mitteilen, dass eine Aktion von ihnen vom Spiritkreis angesprochen wurde. In manchen Fällen führt dies vielleicht schon zur Besserung. Das ist jetzt nur eine ganz kurze Erklärung, wie man die Arbeit strukturieren könnte. Die Idee ist, dass der Kreis viel dichter am Puls des Ultimate ist, beraten und vermitteln kann. AUTORITÄT Die Autorität ergibt sich aus der Kompetenz, nicht aus Statuten. Es wäre so dass man die Arbeit des Spiritkreises respektiert und schätzt, und wiederum der Spiritkreis diesen Respekt durch erfolgreiche Arbeit erwerben muss. Wenn man die richtigen Leute auswählt und diese die Sache ernst nehmen, ist die wichtigste Voraussetzung bereits erfüllt. Der Spiritkreis mischt sich nicht ein, sondern wird auf Anfrage aktiv. Gleichwohl kann er Trends diskutieren und Stellungnahmen zu Regeländerungen, deren Interpretation und dem Spielmodus abgeben. ANRUFUNG Wenn man so ein Instrument hätte, wäre der bezeichnete Fall bei der EUCR vielleicht anders gelaufen. Aber allein schon wenn Mitglieder des Kreises bei dem Spiel vorort gewesen wären, hätte der DFV im Nachgang um eine Stellungnahme bitten können. Wenn diese dann sagt, dass ein Spielabbruch berechtigt war, könnte der DFV guten Gewissens eine eindeutige Entscheidung treffen weil man glaubwürdige Zeugen vorort hatte, und nicht wie es gemacht wurde, sich auf keine Seite zu stellen, weil man keine Partei ergreifen will. Ich kann mich an ein Spiel gegen ein Team aus New York erinnern, die absichtlich beim Marken dem Werfer mit Stollen auf die Füsse getreten sind. Als Verband kann man da praktisch nichts machen und auch als TD (Turnierdirektor) ist es schwer zur rechten Zeit vorort zu sein und die Seite einer Partei zu ergreifen. Wenn man aber Beobachter des Spiritkreises an der Linie hat und diese Verletzungen bejahen, kann der TD eingreifen. Wenn der TD besonnen ist, wird er eine Verwarnung aussprechen, dass er bei ähnlichen Vorkommnissen die Verantwortlichen disqualifiziert und diese damit unterbinden. FAZIT Im Grunde wäre der Spiritkreis eigenverantwortlich, unabhängig und im Dienst des Ultimate Sports. Vor allen Dingen ist es ein selbstorganisierendes Prinzip, das nichts kostet. Naturgemäß wärst Du der erste Kandidat für den Spiritkreis. Es versteht sich von selbst, dass die erfolgreichen Massnahmen, wie z. B. der Spirit Workshop, weitergeführt werden. Ich hoffe es ist aus der kurzen Erklärung erkennbar, warum sich so ein Ansatz grundsätzlich von der bisherigen Verbandsarbeit unterscheidet. Es hört sich ein bischen wie Observer an, aber das ist ein anderes Kaliber welches Verpflichtungen für den Verband mit sich bringen würde. Sportlicher Gruss! On 05/04/17 16:25, Johannes Schöck wrote: > Hallo Stefan, > > ich kann deiner Äußerung über die Wurfpost nicht ganz folgen. Was hat denn > deiner Ansicht nach eine Instanz, die sich der Aufrechterhaltung und > Verbreitung > des Spirit of the Game im organisierten Ultimate Sport verschrieben hat, mit > der > Bewertung der Arbeit des Dachverbandes zu tun? Und dann auch noch von > außerhalb > dieser Organisation. > Wer würde denn bestimmen wer diese "höchste Autorität" ist? Der am lautesten > schreit? In der Ultimate Abteilung des DFV darf jeder mitarbeiten und die > Mitgliederversammlung wählt die Komiteeleiter. Somit hat das Komitee eine > gewisse demokratische Legitimation durch die ganze Community. Die > engagiertesten > Spieler arbeiten schon jetzt im Komitee mit, denn es darf ja jeder > mitarbeiten > der möchte. > > Du schreibst davon, dass das Komitee "allen Turnierausrichtern dienen" soll. > Tut > es das nicht in deinen Augen? Wer kümmert sich denn um das Erstellen von > Vorlagen und Leitfäden, hilft bei problematischen Vorfällen durch Vermittlung > und versucht der Community "guten Spirit" zu vermitteln? Soweit ich weiß in > Deutschland ausschließlich das Spirit of the Game Komitee des DFV. > > Viele Grüße, > Johannes > Spirit of the Game Komitee > > Am 2. April 2017 um 00:24:02 +02:00, hat Stefan Gollasch via Wurfpost > <[email protected]> geschrieben: >> On 01/04/17 08:53, Mirko Macke via Wurfpost wrote: >> >> >> wer findet es [richtig], dass [] der DFV ein Spirit-Kommittee [hat]? >> >> >> Vielleicht trifft das den Kern der Sache. >> >> Wäre es besser wenn das Spirit-Kommittee nicht ein Teil des DFV ist? >> >> Um eine unabhängige Perspektive auf die Arbeit des DFV zu gewährleisten, und >> allen Turnierausrichtern zu dienen. Sozusagen als höchste Authorität ohne >> legislative Befugnis, ein Kreis der engagiertesten Ultimate Spieler. >> _______________________________________________ >> Wurfpost mailing list >> [email protected] >> https://list.uni-koblenz.de/mailman/listinfo/wurfpost >
signature.asc
Description: OpenPGP digital signature
_______________________________________________ Wurfpost mailing list [email protected] https://list.uni-koblenz.de/mailman/listinfo/wurfpost
