Hi zusammen

Ich stimme Peter hier 100%ig zu.

Johannes

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: typo3-german-boun...@lists.typo3.org 
[mailto:typo3-german-boun...@lists.typo3.org] Im Auftrag von Peter 
Linzenkirchner
Gesendet: Mittwoch, 1. Juni 2016 13:08
An: jansass <i...@jansass.com>; German TYPO3 Userlist 
<typo3-german@lists.typo3.org>
Betreff: Re: [TYPO3-german] Akute Sicherheitslücke in vielen TYPO3-Versionen

Hallo Jansass, 

im Prinzip stimme ich dir schon zu … vom Aufwand her geht mir so ähnlich. (Bei 
mir waren es letzte Woche insgesamt 8 Stunden). 

Aber: was von diesen Arbeitsschritten könnte durch ein automatisches Update 
entfallen? 

- Backup? Nein. 
- Update installieren. Ja. 
- Update aktivieren. Wahrscheinlich. 
- Update testen: Nein. 
- Update intern freigeben: Nein. 
- Datensicherung 30 Tage: Nein. 
- Rollback: Nein. 

Die reine Installation und Aktivierung eines Updates dauert max. 5 Minuten: SSH 
auf den Server, wget-Befehl ausführen, Archiv auspacken, Symlink umsetzen, 
Caches löschen. Könnte man mit einem Shell-Script sogar automatisieren. Für den 
Patch habe ich pro Server teilweise weniger als 2 Minuten benötigt. 

OK, Minuten sind auch Zeit, aber das Einspielen des Update ist doch immer der 
geringste Teil. Die anderen Schritte sind das Problem: Backup, Datensicherung, 
Test, Freigabe. Da drin steckt die Zeit, nicht im Update. Und die können wir 
nicht weglassen, ohne auf lange Sicht die Kunden zu verlieren. 

Natürlich kann man es so machen wie bei Mittwald: Auto-Update und vergiss den 
Rest. Kein eigenes Backup, kein Test, keine Datensicherung, keine Freigabe. 
(Wobei Mittwald Backups macht, aber nicht automatisch vor dem Update). Und 
natürlich auch kein Rollback, sondern warten bis zum nächsten Update, wenn was 
nicht geht. Kann man machen … manchmal. Bei kleinen Installationen handhabe ich 
das so. Aber bei den großen Kunden geht das so nicht, da fallen genau diese 
Schritte an, wie oben beschrieben. Was heißt: in genau diesen Fällen können 
oder dürfen(!) wir ein Auto-Update gar nicht nutzen. 

Gruß
Peter





> Am 01.06.2016 um 12:15 schrieb jansass <i...@jansass.com>:
> 
> Peter,
> 
> nehmen wir mal 20 Installationen an, die mehr oder weniger jeder von uns im 
> Portfolio hat. 20 x 15 Minuten = 5 Stunden; was sicherlich viel scheint, aber 
> impliziert, daß  as Backup gerade durchläuft. Wir, wie viele anderen hier 
> auch, sehen es aber ggf aus einem anderen Blickwinkel:
> 
> - Da fehlt ein Backup, also erst mal die Installation taren und SQL dumpen, 
> beides wegsichern
> - Dann das Update installieren (mit allen erforderlichen Schritten)
> - Dann das Update "aktivieren" (/install/ > mehrere Caches löschen, 
> DB-Prüfung, Extension-Check und ggf. Updates-Scripte ausführen)
> - Dann das Update testen (bei uns 2 dedizierte Seiten aufrufen und Funktion 
> dort prüfen)
> - Update intern freigeben, Datensicherung von oben in 30 Tagen vernichten 
> (aber bis dahin vorhalten)
> -- Oder Rollback des vorherigen Ist-Zustandes
> 
> Das haben wir teilweise gescriptet, daher kommen wir in der echten, 
> wirklichen Realität mit 30 Minuten per Installation aus; von Hand sind das 2 
> Stunden.
> 
> Das wird Dank "patch" nun zweigleisig: Update/Upgrade ist das eine, Patch das 
> andere, der Vorgang sonst der selbe.
> 
> Damit ist mal der Aufwand geklärt, den jeder von uns je Update seriöserweise 
> treiben muß. Bei rund 4 Updates pa p Domain bräuchten wir dann schon mal 
> einen Wartungsvertrag mit wenigstens 1.200 Euro net. nur für Core-Updates - 
> je Installation!
> 
> Abseits der Schritte kommt aber auch hinzu, daß ein Admin dafür frei sein 
> muß. High-Risk-Updates wie das aktuelle müssen aber sofort installiert werden 
> und können nur von einem Superadmin durchgeführt werden (ua SSH-Rootzugang 
> erforderlich); nicht von "normalen" Admins  zumindest nach unserer Policy und 
> dt. Datenschutzbestimmungen.
> 
> Daher ist es absolut unverständlich für ein CMS wie Typo3 diese eigentlich 
> banale Funktion nicht zu professionalisieren. Statt dessen wird in 
> Backend-GUI investiert, was zweifelsohne richtig ist (aber mal echt: arbeiten 
> in Grid Elements führen immer noch einen Reload aus??), aber evtl. die 
> falsche Priorität hat.
> 
> Aber wir machen das seit Typo3 4.2 so, warum nicht auch noch bei Typo3 8LTS...
> 
> Jan Sass
> --
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> Lemsahler Dorfstraße 4  22397 Hamburg / Deutschland
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