Am 25.05.2011 17:42, schrieb M∡rtin Koppenhoefer:
Am 25. Mai 2011 00:41 schrieb Stephan Wolff<[email protected]>:
Am 24.05.2011 18:52, schrieb Flaimo:
Die Außengrenzen eines Wohn-, Industrie- oder Waldgebiets sind nicht
ungenauer als die Grenzen der Einzelgrundstücke, sondern stellen eine
andere, zweifellos notwendige Informationsebene dar.

dem widerspreche ich für die Datenbank entschieden. Klar, auf einer
Karte wird man die Information vielleicht so darstellen wollen, aber
in der Datenbank braucht man Informationen, und nicht grobe
Einschätzungen einzelner Mapper zu Tendenzen oder "überwiegenden"
Sachverhalten (die kann man nämlich präzise automatisch nach klaren
Regeln ermitteln, wenn die Informationen dazu vorliegen).

Offizielle Gebietsnamen ("Industriegebiet Süd", "Waldsiedlung") und ihre
Grenzen sind Informationen die für die OSM-Datenbank wichtig sind. Diese
Informationen kann man NICHT aus den Einzelflächen ableiten.

"landuse" wird
aktuell weit überwiegend als Gebiet verwendet und ist so auch im Wiki
definiert.

ja, nur das nicht klar ist, was "das Gebiet" ist, und wie groß es ist.
Wenn man sich mal Gedanken dazu macht, wie es sinnvoll ist, dann kommt
man m.E. zu dem Schluss, dass man landuse möglichst kleinteilig
erfassen will.

Du kommst du dem Ergebnis. Andere kommen zu anderen Meinungen.

Die Einführung eines neuen Tag für die Mikrostruktur wäre problemlos
möglich.

Hast du ein Gegenargument?

Eine Umdefinition von "landuse" würde dagegen eine Änderungen
fast aller bestehender "landuse"-Daten und Auswertungen erfordern.

Das kannst Du sicherlich mit Statistiken gut belegen?

Ich habe eben fünf zufällige kleine Gebiete in Deutschland angesehen.
In allen Gebieten war "landuse" als Gebiet über mehrere Grundstücke
gemeinsam verwendet. Die Stichprobe ist zu klein, zeigt aber eine
eindeutige Tendenz.

Hast Du mal ein
Beispiel, wo es störend ist, den landuse kleinteiliger zu erfassen,
und wo es daher sinnvoll ist, Teilflächen "falsch" zu klassifizieren,
damit die Daten besser sein sollen?

"den landuse" gibt es nicht. Es gibt verschiedene Ebenen der Beschreibung:
- das Industriegebiet
- das Firmengrundstück
- das Werksgebäude
- den Bürotrakt
- das Einzelzimmer
- die Fensterbank
- den Blumentopf
Jede Ebene kann man als Fläche beschreiben und keine ersetzt die
anderen Ebenen. Jede Beschreibung ist "falsch" auf den darunterliegenden Ebenen.
Der OSM-Key "landuse" beschreibt die Gebietsebene.

- erklären, wie er die die bisherige Information (z.B. Gebietsnamen)
  erhalten will

verstehe ich nicht, wo da ein Problem sein soll. Multipolygone kennst
Du?

Meinst du Relationen? Eine Relation "Waldsiedlung" bestehend aus 250 Einzelgrundstücken?

dabei sollte man dann vielleicht auch mal definieren was
"überwiegend" bedeutet
Das Problem tritt ebenso bei jeder anderen Flächendefinition auf.
Schon innerhalb eines Gebäudes kann es über- und nebeneinander
verschiedene Nutzungen geben.

Ich kann einen Sinn darin erkennen, eine bestimmte Nutzung für ein
Grundstück festzulegen (wobei auch da in seltenen Fällen eine
Zusatzinfo wünschenswert ist), aber nicht darin, abweichende
Nutzungsarten und Flächen in einem Gebiet zu unterschlagen.

Andere sehen einen Sinn in der Aufteilung von Wohn- und Industriegebiet.
Niemand hat etwas dagegen, dass du die Nutzungsart der Grundstücke
beschreibst. Aber verwende dazu einen anderen Key als "landuse". Der
Key ist schon vergeben.

Viele Grüße, Stephan


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