Hallo,

> 
> Für mich sind Wassertiefen Sicherheitskriterien, 
> -informationen und damit wie ein Seezeichen zu behandeln und 
> zu kennzeichnen. Eine besondere Kennzeichnung wie seamark: 
> ist da m.e. sehr notwendig. 
> 
> Gruß
> Rolf     

Was ich hier nicht verstehe: Werden die Tiefenangaben zuverlässiger oder 
genauer, wenn sie mit "seamark:depth" statt mit "water:depth" gekennzeichnet 
sind?

Aus meiner Sicht ist seamark falsch, weil hier eben kein Seezeichen existiert. 
Es handelt sich um einen Meßwert, der mittels Echolot und GPS ermittelt wurde. 
Die Fehlermöglichkeiten, und damit die Zuverlässigkeit dürfte genau so sein, 
wie bei allen sonstigen OSM-Daten, hängt aber in keinem Fall vom Namen des Tags 
ab. Ich argwöhne ja schon länger, daß der Tag "seamark:" konzeptionell und 
technisch sehr wichtig für das Projekt OpenSeaMap ist, und deshalb überall 
versucht wird, diesen Tag unterzubringen. Wobei mir das prinzipiell egal ist.

Zu den Theorien um Gewässertiefen, Wasserständen usw. möchte ich einmal zu 
besten geben, daß ich heute zwei Brücken durchfahren habe (Westoder). Die Höhe 
der einen wurde auf dem Verkehrsschild mit 11,86 m, die der anderen mit 11,42 m 
angegeben. Die genauen Zentimeterangaben finde ich lustig. Der Hafen, in dem 
ich gerade liege (Gartz, ca. 20 km stromauf) zeigt anhand des Algenbewuchses 
eindeutig, daß das Wasser hier oft auch einen halben Meter höher steht. Ganz 
ehrlich: Hätte ich ein Segelboot mit einem Mast so um die 11 Meter, würde ich 
sehr vorsichtig sein, auch wenn die amtliche Angabe deutlich per Verkehrsschild 
an der Brücke sagt, daß alles passt.

Ansonsten stelle ich einfach fest, daß ich jetzt 14 Tage im Bereich der inneren 
Boddengewässer/ Rügen unter Assistenz der FreieTonne-GPS-Seekarte auf dem 
Laptop gefahren, und nicht aufgelaufen bin. Dabei habe ich die meisten bisher 
in OSM verzeichneten Tonnenpositionen bestätigen können, mußte einiges an Namen 
korrigieren (ursprünglich auch von mir falsch erfaßte Daten), und nur eine 
offensichtlich aus einer Seekarte händisch abgeschriebene Tonne (Ralswiek 1 
glaube ich) löschen und neu an der richtigen Position anlegen. Ich wußte immer 
genau, wo ich bin und habe sicher jeden gewünschten Punkt angesteuert. Die 
übergroße Mehrheit dieser Seezeichen ist nicht mit seamark: getaggt. Werden die 
auf der OpenSeaMap-Karte nicht angezeigt, weil sie unzuverlässig sind?

Das große Manko unserer Daten, fehlende Tiefenlinien/ Tiefenangaben, bleibt. 
Und wenn wir hier weiterkämen, und gangbare Wege finden könnten, wäre das schön.

Die Dinge um meine Seemannschaft und mein Gewissen lasse ich knurrend 
unkommentiert.

Beste Grüße aus Gartz (Oder)

JJ

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