Frederik Ramm schrieb: > Hallo, > > Michael Kugelmann wrote: >> Vielleicht muß man es doch wie bei den Kommerziellen machen und eunen >> festen Katalog haben. Oder ein "Gremium" das die Map-Features pflegt (so >> daß nicht "jeder" darin "rumfuschen" darf), oder .... > > Ich sehe das komplett anders; den Konflikt, dass jeder gern an der > zentralen und fuer alle gueltigen Masterliste herumpfuschen will, wuerde > ich gern dadurch aufloesen, dass ich diese Masterliste abschaffe, und > nicht dadurch, dass ich den Schreibzugriff auf sie reglementiere.
Entschuldigung, aber diese Vorstellung lässt das Grauen in mir hoch kommen! Zunächst einmal würden alle wirklich nur noch so mappen, wie es ihnen passt. Das fürht dazu, dass kein Mensch mehr mit den Daten arbeiten kann. Außerdem kann es zu sich überschneidenden Mehrfachdeklarationen kommen, was dann dazu führt, dass die Daten völlig unbrauchbar werden. Der eine Taggt die Hauptstraße lieber als Primary, der andere findet Trunk besser und der Spinner schreibt straße=hauptstraße. Der Aufwand ist gewaltig und jeder Konkurrent würde uns auslachen. So ein System in den Griff zu bekommen IST völlig unmöglich. Freddy, von dir hätte ich solch einen S ch w a ch s i n n s v o r s ch l a g am aller wenigsten erwartet. Gerade du als kommerzieller Anwender der Daten solltest wissen, dass das dem Projekt extrem schadet und nichts nützt. Ich käme also als neuer Anwender auf die Seite und würde mich fragen, wie ich denn den Briefkasten vor meiner Haustür benennen soll. Dann steht da nur, man soll doch schauen, wie es die anderen Leute in der Gegend machen. Da habe ich doch direkt keine Lust mehr und denke, dazu habe ich keine Zeit. Und vor allen Dingen: Woran erkenne ich solch einen Briefkasten überhaupt? Das führt seitens der neuen Mapper zwangsläufig zu dem Wunsch, eine grobe Übersicht zu schaffen, auf der man 'mal eben schnell etwas nachsehen kann. Und was wäre das dann wohl? Map Features 2.0! Entschuldigung, aber die Umsetzung dieses Vorschlags würde das Ende des Erfolges von OSM einleiten. Ein Computer ist NICHT in der Lage, schwammige definitionen zu interpretieren. Man müsste in das System kilometerlange Interpretationslisten einspielen, die die feinheiten jedes Mappers beleuchten. Man könnte natürlich auch sagen, wir behalten das aktuelle System seitens der Renderer. Dann wird aber schnell der Ruf laut nach einer Liste der interpretierten Tags. Was haben wir dann? Ach lassen wir das... Die Abschaffung der MF würde zunächst zu einem Ausbruch von Chaos führen, da eigenbrödlerische Mapper ihr Ding durchziehen würden. Neue Mapper würden von der Hilflosigkeit abgeschreckt sein. Die Renderer würden das Material nicht mehr richtig verarbeiten können und eine Konvertierung für andere Geräte ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt, da jeder seinen eigenen Eintopf kocht. Jetzt gab es ja den Vorschlag, man solle doch für jeden User eine eigene MF-Seite erstellen. Was bringt das? Was wird da eingetragen? Etwa eine Art Transkription auf einen Standardtag? Das wäre ja des Schwachsinns Höhepunkt. Oder etwa eine mündliche Beschreibung? Wer soll das bitte lesen und dann in die Renderer einbauen? Oder in die Konverter? Diese würden das ganze Ding erst einmal wieder in eine standardisierte Sprache übersetzen müssen. Das kann man sich echt einsparen. Das ganze klappt doch aktuell wunderbar. Wenn jemand meint, ein Tag sei ungeeignet, wird darüber diskutiert. Ist ein Tag schwammig umschrieben, führt dies immer zu einer Verbesserung der Definition. Und wenn ein neuer Tag sinnvoll erscheint, wurde es bisher immer aufgenommen. Wir brauchen weder ein Gremium noch einen Wegfall der MF. Der aktuelle Weg ist in meinen Augen der aller Beste. Die Features haben eine klare definition. Nationale Unterschiede werden auf speziellen Seiten erläutert. André _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

