Hallo Frederik, Entscheidungskultur ist eines meiner Lieblingsthemen...
Michaels's Fragen sind für /jeden/ Entscheidungsprozess bedeutsam (auch bei "anarchischen" Lösungsversuchen) Es geht um die Definition von *Zielen und Kennzahlen*. Und darüber gibt es in OSM nur wenig einvernehmliches Material. > ein rein auf sachlicher Qualitaetsinformation beruhendes Schema Das ist ein weiteres meiner Lieblingsthemen. Einvernehmliche _Qualitätsziele_ würden OSM deutlich weiterbringen. Du nennst *Genauigkeit*. Um diese zu bewerten bräuchten wir Kennzahlen und Messkriterien. > Ich wuerde nie so weit gehen wollen, jemandem eine bestimmte Aenderung > zu *verbieten*, aber wenn es gelaenge, den Benutzer stets moeglichst > umfassend ueber Herkunft und Praezision der Daten zu informieren, die er > gerade veraendert, dann koennte der Benutzer selbst eine begruendete > Entscheidung darueber treffen, ob er sie trotzdem aendern will oder ob > er dadurch vielleicht eher etwas verschlimmbessert. Das sehe ich genauso: für verantwortungsvolles Handeln brauche ich valide Information. Aber manchmal wünsche ich mir auch ein "Verbot". Beispielsweise wenn ich irrtümlich irgendwas verschiebe ohne es zu merken und ich die "Fehlermeldung" einfach routinemässig wegklicken kann. (In Wikipedia gibt es beispielsweise "gesichtete Versionen" die ein bewährter Autor automatisch erstellt und gar nicht mehr unbedingt jedesmal prüft was er denn da "sichtet". Dadurch wird dem Benutzer eine Qualität vorgegaukelt, die so gar nicht geschaffen wurde.) > Bei OSM glauben wir ja normalerweise an den wohlwollenden Mapper, der, > wenn man ihm nicht gerade Fallen baut, die Daten nicht verschlechtern will. Ich bin sicher dass alle OSMer so arbeiten. Das Problem ist, dass wir nicht so genau wissen, was "gut" und was "weniger gut" ist, und dass da auch das Wiki nur bedingt Information liefert. Gruss, Markus _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

