Hallo Tim, danke für den WP-Link :-) und Deine Erklärungen.
So wie ich das Gefundene verstehe, handelt es sich eigentlich um *Kundenorientierung*, bei der Kunden direkt zur Mitarbeit eingeladen werden, beispielsweise bei der Produktentwicklung, Prozessoptimierung, aber auch bei eher peripheren Aktionen (Marketing), und natürlich bei der Kundenwerbung und -bindung (Fanclub, etc.). Also nichts neues. Begriffe wie > "Kollektive Intelligenz", Schwarmintelligenz, Crowdsourcing klingen eher nach "alter Wein in neuen Schläuchen" > ist *nicht* auf OSM oder Wikipedia anwendbar Zumindest nicht so simpel. Aber i.S.v. "Ressourcen entdecken" und "Synergien bilden" oder "kreative Lösungen finden", kann man mit Methoden wie beispielsweise OpenSpace oder eben konsequenter Kundenorientierung viel erreichen. Dazu ist aber erforderlich, dass man a) kundenorientiert denkt und handeln will b) die Methoden beherrscht c) eigenen Vorstellungen loslassen kann > Bei OSM könnte man Wisdom of the Crowds da anzapfen, > wo man beispielsweise eine Vielzahl von GPS-Tracks > hat und daraus dann den optimalen Straßenverlauf mittelt hm - das ist für mich simples "Mittelwertbilden"... > Wikipedia und OSM sind beides Projekte, die von einer im Vergleich > gar-nicht-so-großen Anzahl von sehr aktiven Nutzern geprägt wird. Richtig. Und diese entfalten eine nicht kleine strukturelle Macht durch zeitliche und aktionistische Präsenz, die nicht a priori zielführend für das Gesamtprojekt eingesetzt wird. > beide zeichnet aus, dass sich theoretisch jeder einbringen kann und > sofern er Zeit und Aufwand investiert, entsprechend viel erreichen und > auch seine Meinung/Ansichten im Projekt verfestigen kann. Und eben auch dadurch, dass diejenigen, die wenig Zeit und Aufwand investieren - aber vielleicht viel zum Gelingen beizutragen hätten - nicht adäquat gehört werden. >>> Ohne das freie Tagging wäre OSM nicht das geworden was es heute ist >> Das denke ich auch. > Das ist wohl so, ja. >> Gleichzeitig denke ich, dass Projekte einen bestimmten Reifegrad nur >> überschreiten, wenn sie auch andere Methoden integrieren. > > Ich vermute, dass das so ist, habe aber keinen Beleg dafür. Aus Erfahrung mit Grossgruppenmethoden weiss man, dass der Erfolg direkt abhängt von der methodischen Weiterarbeit mit den in der Grossgruppe geweckten Energien und Ideen. Dazu gehören Zeit, Geld und Organisation, sonst verläuft alles im Sande und ein zweiter Anlauf gestaltet sich viel schwieriger und mit weniger Wirkung. Auch bei klassischer Projektorganisation sterben viele Projekte schon vor Abschluss, aber nicht weil sie unsinnige Ziele verfolgen oder ungeeignete Mittel verwenden, sondern weil sie nicht richtig organisiert sind und durch gestörte Kommunikation die Motivation wegbricht. Ich denke, bei Opensource ist es genauso: In der Startphase ist wildes Brainstorming erforderlich. Und entsprechender Aktionismus erst mal hilfreich. Dann müssen die Ideen selektiert und organisiert verwirklicht werden. Mit permanenten Feedbackschleifen zu den Anwendern und mit kontinuierlicher Verbesserung. Und das Ganze muss allen Spass machen. Mit herzlichem Gruss, Markus _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

