Hallo, Torsten Leistikow schrieb: > Ich vermute mal, du stuetzt dich auf > http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Tidal_Rivers Die Vermutung ist falsch bzw. unvollständig. Das Thema ist an mehreren Stellen angesprochen.
> So richtig durchsetzen konnte sich das bei der Abstimmung ja nicht, und Na und? Bei der "unglaublich starken" Beteiligung ist das Absimmungsergebnis unerheblich - da schau ich mir die Argumente an und mach mir selbst eine Meinung. (Übrigens heißt es ja auch: 50 Millionen Fliegen können sich nicht irren... ;-) > ich muss sagen, dass mich das auch noch nicht wirklich ueberzeugt. > Entweder habe ich eine Kuestenlinie oder aber ein Flussufer. Beides > uebereinander scheint mir einfach widersinnig. Ja, das ist ja genau der Irrtum. Riverbank ist Area und Coastline Way. Geh noch mal zurück zum Anfang dieses Threads. Das Problem war, wie man eine Fläche (Riverbank) gemeinsam mit Linien (Kreisgrenzen) in eine Relation packen kann, um damit die Landfläche eines Kreises auszuschneiden. da habe ich dem Sven geschrieben, dass er an dem konkreten Ort kein Problem hat, weil er die Coastline nehmen kann. Soviel zum Nutzen von Coastline. Sie beschreibt an der See und in den Mündungsgebieten der großen Flüsse die Grenze von Land und Wasser. Und sofort kommt die etwas akademische Frage "wo ist die Grenze von Mündungsgebiet?" Man kann sich Linien ausdenken oder aus Wasserstraßengesetzen entnehmen, oder aber auch die Frage stellen, wie weit der Einfluss der See geht. Das kann man am Salzgehalt festmachen. Da wünsche ich wegen des tidebedingt "pendelnden Wasserkörpers" und der sich durch Nipp- und Springdide ändernden Strömungsverhältnisse viel Vergnügen. Stoff für mehrere Doktorarbeiten ohne eindeutige handfeste Ergebnisse. Und das für jeden einzelnen Fluss. Irgendwann muss man willkürlich Grenzen festsetzen. Man kann das aber auch am Tidehub festmachen. > Ob das Sinn macht, die Kuestenlinie bis kurz vor Geesthacht zu zeichnen? Ja. > Kein Mensch wuerde auf die Idee kommen, das ufer dort als Kueste zu > bezeichnen, nur weil man bis dahin noch die Gezeiten merken kann. Gut. Die Leute die dort Küstenschutz betreiben, sind also keine Menschen? > Ok, der Kuestenschutz in Niedersachsen nimmt das als Grenze. Nein, nicht der Küstenschutz in Niedersachsen. Da sind sich die Fachleute insgesamt einig. Und das hat einen einfachen Grund: Hochwasser aus oberen Flussabschnitten hat ein anderes Verhalten als Sturmfluten. > Aber ist das wirklich praktikabel fuer eine (Land-)Karte? Praktikabel ist es allemal - wie du siehst. Übrigens ist OSM zunächst mal eine Sammlung georeferenzierter Daten. Auf den Karten ist die Coastline selbst bisher nicht eingezeichnet worden sondern sorgt dafür, dass das Meeresblau an der richtigen Stelle aufhört. > Und wie sieht dieser Ansatz aus, an Stellen wo die Gezeiten sowieso kaum > zu merken sind? Nebenkriegsschauplatz! Ich habe deutlich gesagt, dass das ein Thema ist, dass ich (noch) nicht anfasse - wegen der problematischen Grenzfindung. Das kann doch kein Argument gegen die Coastline-Auszeichnung von Flüssen mit deutlichem Tideeinfluss sein. Der Tidehub ist am Weserwehr in Bremen HÖHER als in der Nordsee. Die Daten für Hamburg oder Geesthacht habe ich nicht präsent. > Bekommen Binnenseen mit Gezeiten dann auch eine Kuestenlinie? Wenn du möchtest. ;-) Allerdings stammt Coastline aus der Notwendigkeit, das Festland vom großen Ozean abzugrenzen, der (im Gegensatz zu Binnenseen) nicht wirklich gut als Fläche in den OSM-Daten abzulegen ist. Damit entstand das Problem, dass man irgendwie mit den einmündenden großen Flüssen umgehen muss. (Siehe oben.) Ich würde bevorzugen, DIESES Problem einer handhabbaren Lösung zuzuführen und es nicht durch "Probleme", die bisher keine sind, zu verkomplizieren. Meiner Ansicht nach ist das Konzept handhabbar. Bei den für den Küstenschutz zuständigen Landesbehörden kann man erfahren, wo sie "Küstenschutz" betreiben. Damit hat man die Gewässerstrecken, die sicher für Coastline als Merkmal für Seebeeinflussung in Frage kommen. Damit hat man aber auch zugleich die flächenreichen Ströme mit einer Linie versehen, die zum Ausschneiden der reinen Landfläche (siehe Threadanlass) geeignet ist. Um die anderen möglicherweise tidebeeinflussten Flüsse kann man sich kümmern, wenn man Zeit und Lust zu akademischen Grenzfindungsversuchen hat. Übrigens ist Coastline bei den großen norddeutschen Flüssen Fakt. Gute Gründe, warum das falsch sein soll, habe ich bisher nicht gelesen und der Vergleich mit den anderen Nordseeanliegern gibt auch keinen Anlass dafür. Gruß nk _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

