Am 13. Juni 2017 um 11:11 schrieb Stephan Knauss <[email protected]>:
> Das was wir erfassen sind reine Geodaten ohne Personenbezug. Somit nicht > zutreffend. > > Bleiben die Metadaten. Die sind aber nicht an eine Person gekoppelt, > sondern an ein Pseudonym. Du hast weder eine technische, noch eine > rechtliche Möglichkeit herauszufinden welcher Person ein Pseudonym > zuzuordnen ist. > Ich würde auch so argumentieren, allerdings gibt es ein allerdings. Der Personenbezug kann dadurch entstehen, dass Du durch Dein individuelles Mapping-muster (Aktivitätszeit und Ort, Art der Edits (z.B. welche tags, welche Art von Objekten, welche Art changesets zu machen, Sprache bei freien Texten wie description, note, changeset comments, etc.)) vermutlich erkennbar bzw. "klassifizierbar" bist, vor allem, wenn Du "mittel" oder mehr aktiv bist oder eine besondere Vorliebe / Interessengebiet hast (mittel deshalb, weil bei geringer Aktivität die Daten nicht ausreichen dürften). Damit kann in vielen Fällen (vermutlich mehr in dünn besiedelten Gebieten als in konzentrierten Räumen) wahrscheinlich eine individuelle Zuordnung zu einer realen Person erfolgen, allerdings nur, wenn man schon zuvor (aus anderer Quelle) viel weiss über diese Person, und wenn derjenige nicht versucht, seine Identität zu verschleiern. Eine rechtliche Möglichkeit gibt es sicherlich (für die Behörden), über Email-adresse, login und IP Vorratsdaten in fast allen Fällen an echte Personendaten zu kommen. Für den einfachen Mapper empfiehlt sich "social engineering" ;-) Ich denke aber nicht, dass Datenschutz für uns ein Problem werden wird, zumindest kein größeres, als wir jetzt schon haben (Leute, die aus Furcht nicht mitmachen wollen). Da wird schon die Industrie dafür sorgen, dass Datenreichtum auch in Zukunft möglich sein wird. Vielleicht muss man den Text bei der Anmeldung noch expliziter machen, oder die CT ergänzen, so dass es jedem klar wird, dass jeder sehen kann, welches Pseudonym wann was gemacht hat. Alternativ fände ich auch eine technische Lösung spannend: user sind kryptographisch geschützt, es gibt "Gruppen" (oder "Stämme", etc.), denen man sich anschließen kann, und die nach Themen, Interessen oder räumlich oder beides organisiert sein könnten (z.B. Fahrradfahrer in Karlsruhe, Eisenbahnfans in Deutschland), Mehrfache Mitgliedschaft wäre ggf. üblich. Bei Gruppen an denen man teilnimmt kann man sehen, welches Pseudonym was gemacht hat (bzw. aus welcher "Untergruppe" der user kommt, falls es sehr große Gruppen sind), wer nicht der Gruppe angehört kann als Bearbeiter nur den Gruppennamen sehen (und Kontakt mit der gesamten Gruppe bzw. einem Moderator aus der Gruppe aufnehmen). Vielleicht könnte man das sogar (technisch/kryptographisch) so machen, dass man die einzelnen User entweder sehen kann, wenn man räumlich in der Nähe verortet ist, oder wenn man in dem Themengebiet "Renommé" hat. Die Gruppen könnte jeder gründen, sie können auch ganz klein sein, und sie können auch Leute rauswerfen, die unangenehm aufgefallen sind. So was würde die DWG entlasten, das System würde viel besser skalieren, weil es sich anpasst und "Macht" (über die eigene Gruppe) an die lokalen Communities gehen würde. Es könnte Gruppen mit erfahrenen Members geben, ggf. bräuchte man eine Einladung von einem Gruppenmember um beizutreten, etc. Gruß, Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

