Am Tue, 27 Jan 2015 15:46:48 +0100 schrieb Manuel Reimer <[email protected]>:
> Warum nicht lieber die OpenStreetMap-Daten > ergänzen/vervollständigen und dann selber eine Karte rendern? Ich (Kollege des OP, am Projekt beteiligt) will mal die beabsichtigte Arbeitsweise etwas anders erläutern. Bin selber Mapper, wenn auch meist nur mit Kleinkram. Die genannte Karte gibt es, Datenstand 2005-2007, erstellt als zweijähriges ABM-Projekt mit etlichen Mannmonaten reiner Recherchearbeit. Wobei das darin abgebildete Radroutennetz oft willkürlich nach unserem System ausgewählt ist, es gibt nicht nur benannte Radrouten, sondern auch ausgewählte Strecken im allgemeinen Straßen- und Wegenetz. (Falls jemand die ADFC-Regionalkarte von der BVA kennt, die es für unsere Gegend nicht mehr gibt: so ähnlich. Man könnte auch versuchen, das aus der offiziellen TK25 oder TK10 oder deren Webderivaten abzulesen, aber die ist z.T. hoffnungslos veraltet und hat viele Informationen nicht.) Die Personaldecke und Arbeitszeit für eine komplette Feldrecherche der Änderungen (alles weitestgehend abfahren) haben wir nicht mehr, wir haben jetzt bezahlte Vollzeitjobs. Die Idee war/ist daher: alle in der Karte nach damaligem Stand erfasste Radrouten mit OSM vergleichen, die Änderungshistorie des entsprechenden OSM-Objektes ansehen. Wenn bei den interessanten Merkmalen (bei Straßen/Wegen: Oberflächenzustand, ansonsten das Vorhandensein, z.B. Rastplatz, Kneipe...) keine Differenz: abhaken. Wenn Differenz: Historie ansehen -> wenn Änderung relativ neu und nachvollziehbar kommentiert: OSM-Stand wandert in unsere Karte. Wenn Differenz unklar und Historie unergiebig: hinfahren, Iststand aufnehmen, der dann sowohl in OSM wandert, als auch in die Karte. Es wird also nichts rein technisch übernommen, alles geht durch den Kopf des Bearbeiters als Filter. Das Ganze dann mit einem Malprogramm gezeichnet, das ist ein konservativer Kleinverlag als Partner. Die kennen das Wort "Datenbank" nur am Rande, soweit ich weiß. Für uns wäre diese Arbeitsweise neu, und wir wissen nicht, wieviel Nutzen nun jede Seite (das OSM-Projekt und unseres) ziehen kann. Direkt nach dem Lizenzwechsel wären wir da zu 90% die Gebenden gewesen; große Flächen des kartierten Gebiets waren da praktisch weiß (die Zuarbeiten einiger Fast-Profi-Mapper, die große Flächen allein abgearbeitet haben, waren da aus der Datenbank geflogen). Das ist nun nicht mehr so, aber OSM dürfte schon profitieren (Qualitätssicherung in gut gemappten Gebieten ist ein Problem; mache ich ja selber zu 99%, wenn ich Differenzen finde; gibts hier um mein Haus herum schon einige). So, bitte kommentieren... Gruß, Th. W. _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

