-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- Hash: SHA1 On 11.12.2014 08:32, Markus wrote: > Moin Mark, > >> um unfallfrei etwas beizutragen (Schottland!) > > :-) > > Dazu und zu vergleichbaren Themen hatten wir ja schon mehrere > Diskussionen, die mangels schlüssigem Konzept alle irgendwann im > Sand verliefen. > > Es wäre wirklich super, wenn wir das mal erfolgreich angehen > könnten! (und nein, ich habe bisher keine Lösung gesehen)
So, nun habe ich mir die Diskussionen unter den vorgeschlagenen Links (danke!) mal durchgelesen. Hier steh ich nun ich armer Tor... natürlich habe ich die perfekte Lösung auch nicht. Und egal wie man es nach den momentanen Möglichkeiten macht, irgendwelche Probleme gibt es immer. > _Unschärfe_ Methodisch scheint es nicht sinnvoll zu sein, ein > unscharfes Gebilde durch eine scharfe Linie begrenzen zu wollen. Das wird geltend gemacht, ja. Solange aber jeder Datennutzer sich leicht klar machen kann, dass da ein unscharfes Gebilde wiedergegeben wird und welcher Art die Unschärfe sein kann (und das ist bei Buchten ja klar), sehe ich da nicht wirklich ein Problem. Tatsächlich machen wir das in OSM ja schon ständig. Gerade bei Objekten, die Landnutzung und/oder Bodenbedeckung wiedergeben sind die Grenzen oft unscharf. Und auf andere Weise machen wir es beim Tagging. Es gibt keine scharf bestimmte Grenze, was noch hamlet und was schon village ist, auch keine scharfe Abgrenzung zwischen den tracktypes, keine zwischen river und stream. Trotzdem machen wir solche Unterscheidungen, und im Gegensatz zu Ansätzen, die das durch scharfe Angaben ersetzen wollen (beim Fließgewässer die genaue Breite angeben, beim Feldweg irgendwelche physikalische Angaben zur Bodenbeschaffenheit machen...), lässt es sich erstens sinnvoll mappen und zweitens sinnvoll benutzen. > _Aufwand_ Wenn dafür auf der einen Seite die Küstenlinie > hergenommen wird, und auf der anderen Seite eine willkürliche > Gerade, dann gibt es an den zwei Schnittpunkten Konflikte ohne > Ende. Damit meine ich nicht so sehr politische Bewertungen, wo denn > nun die Bucht "endet" - sondern wie man Mappingfehler mit praktisch > vertretbarem Aufwand korrigieren kann. Das verstehe ich jetzt nicht. Welche Konflikte soll es da - abgesehen von dem unten angesprochenen Problem des ungleichzeitigen Renderns - geben? Ist das Teilen der Küstenlinie ein Problem? Genau danach hatte ich ursprünglich gefragt, aber dazu hat bisher niemand was gesagt. Oder gibt es Schwierigkeiten, wenn ein Punkt einerseits zu einer Küstenlinie, andererseits zu einer anderen Linie gehört? Also - was kann praktisch kaputtgehen, wenn ich Küstenlinien plus eine Gerade (oder hin und wieder vielleicht eine komplexere Linien oder mehrere Geraden) benutze, um eine Bucht wiederzugeben? > Je komplexer wir das Mappen gestalten, desto weniger Mapper werden > damit zurecht kommen. Vorhandene Küstenlinien herzunehmen, um eine Bucht zu beschreiben, erscheint mir nun gerade alles andere als komplex. Kann ja sein, dass das zu Problemen führt und dieser Ansatz deshalb nicht zu empfehlen ist. Aber nach solchen Problemen frage ich ja gerade. Natürlich ist es noch einfacher, nur einen Punkt zu setzen, daran will ich auch niemanden hindern, ich bin hier aber gerade bereit, _etwas_ komplexer zu mappen und bei meinen Versuchen möglichst kein Chaos anrichten. > _Küstenlinie_ Die Küstenlinie wird ausserhalb der DB gehändelt und > wesentlich seltener gerendert als "normale" Objekte. Das führt dann > automatisch zu unbeherrschbaren unschönen Artefakten. Und welche Probleme sind da nun zu erwarten? Wenn die seeseitige Linie vor den Küstenlinien beim Renderer ankommt, könnte die Bezeichnung der Bucht an einer unerwünschten Stelle oder gar nicht dargestellt werden, was sich aber automatisch wieder geben sollte, sobald die Küstenlinie eben doch neu gerendert wird. Oder? Probleme mit "vollaufenden" Ländern sollten ja nicht zu erwarten sein, weil die Küstenlinie ja geschlossen bleibt, auch wenn man einen Abschnitt in zwei kürzere zerlegt. Oder? > _Hierarchische Abhängigkeit_ Buchten können riesig sein (Rotes > Meer, Golf von Aden) oder miniklein (Badebucht, z.B. > https://en.wikipedia.org/wiki/Children%27s_Pool_Beach). Das > erfordert ein Konzept zur Unterscheidung, um die Verschiedenheit > vernünftig auf den Zoomleveln darzustellen. Da sollte aber doch gerade die Erfassung als Polygon hilfreich sein, auch wenn sie wahrscheinlich nicht alle Probleme löst, die da auftauchen können. Gruß, Mark -----BEGIN PGP SIGNATURE----- Version: GnuPG v1.4.11 (GNU/Linux) Comment: Using GnuPG with Thunderbird - http://www.enigmail.net/ iQIcBAEBAgAGBQJUiw94AAoJEBrjxFVQEkD/VgcP/0Vre2XpFY3LqpGydQ7qxF91 mBaOgcBTmQDOexMGwt6YtgjGC/rcS37T7oK+oL6VR71vCWqWCJaxMyk3xmmh3CMs MYzP+3w1z+XAczGuy/PTMhSHcW8t8P2dZm6gbnM9MZynMaZpTAqzR76/tlx961Gf qYpUiD+Om6IT/Dp78SizrheNHpqIrWeni0lxjiAuU+BRYz2bvfixN2fNl+OD3faS 0IZJMU2hd2PCrAthfwbyI1UXTZ5DsJC7VJt1iqH5oMhyDDYDd1JUspArVCwgGthA cpRoqmtWUU+mxQDNQQ2zcsDq7KpHm5aCk05xjZMd6AG021hneMY9+uSkfQOBbjVG sDqIV0boa/ZW+J5Cy+PEMnJQKsFDdI7DXbjpRnJ3c003V4kNnivELOP2NV820JXT AMy/frMmFcCeDDWq2fj8SbDLqHmRnqa1a8P5sNdHsI+D4hM6mzaGMkDoGiO83MQq Vdu2LIuakcgjeVPfIrNiLBER7C3uYJ6QUZfU88Au9n/MDTEpfwarGDhAMohpHDBC bexhPqZTlPBuqNo1eop5Jx7PIrGuvRkaUnxZ6tE9mI+gbyyO4pxSe2CnCSz8+O8v 02pxvcUDPY/EcNfw1KJVcWqTpphdrslG0y1XB7T3xiKPam8XaRUrn1zvPH8bJwor tamcplVTJ1iaBZiyi3i1 =iCfS -----END PGP SIGNATURE----- _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

