Aus dem Nethegau

Wonnig ist's, in Frühlingstagen
Nach dem Wanderstab zu greifen
Und, den Blumenstrauß am Hute,
Gottes Garten zu durchschweifen.

Oben ziehn die weißen Wolken,
Unten gehn die blauen Bäche,
Schön in neuen Kleidern prangen
Waldeshöh' und Wiesenfläche.

Aus Dreizehnlinden, Friedrich Wilhelm Weber

Hallo Leute,

ich war heute am Hilgenbauch unterwegs. Es ist wirklich ein ganz idealer 
Zeitpunkt um den Verlauf von Bäuchen genau zu erfassen. 

* der viele Schnee  hat das alte Grün niedergedrückt
* das neue Grün ist noch nicht höher als einige Zentimer
* die Stadt hat im Winter viele Strecken gerade frisch freigeschnitten und 
zugänglich gemacht
* der Boden ist bereits trocken
* das Vieh ist noch nicht auf den Weiden
* das Wetter ist perfekt
* last not least, die Bäche sind nicht mehr kalt, falls man mal ein barfuß 
Querung unternehmen will

Nebenbei kann man noch malerische Fotaufnahmen machen und eine eine tolle 
Tierwelt entdecken wie Forellen, Eisvögel, Bachstelzen und fette 
Hummelköniginnen sind mir begegnet. 

Der blaue Himmel spiegelt sich im Bach, die Wiesen sind frühlingsgrün, gelb das 
alte Röhricht, die Uferböschung teils rot von Ton. Ziemlich grandiose 
Farbkompositionen sind möglich. 

Das in Kombination mit bizarren, noch unbelaubten alten Weiden, die zugleich 
ihren Schatten auf den Bauchgrund werfen und sich im Wasser spieglen! Grandios! 
Mit etwas Geschick bekommt man die Weiden also dreifach ins Bild, wodurch tolle 
Effekte entstehen. Der Bachgrund ist noch klar und ziemlich frei von Algen.

Die Zahl der lohende Motive ist in diesen Tagen schier endlos. Unbedingt die 
Speicherkarte zuvor leeren! 

Wer also mal zwei Stunden Zeit erübrigen kann, sollte die Gelegenheit nicht 
verpassen, sich ein paarhundert Meter Bach vorzuknöprfen. In vier Wochen wird 
alles wieder zugewuchert und unpassierbar sein.

Al

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