Hi Antje,
Antje Kazimiers <[email protected]> writes: > Was Mut macht, ist dass es immer mehr Frauennetzwerke in der IT gibt: > Women Who Code, PyLadies, DjangoGirls etc. und das alles nicht mehr > nur in Berlin sondern auch in ein paar anderen Städten. Das finde ich auch gut. Ich glaube das auch auf der Arbeit zu beobachten: Die erste Frau, die in einer komplett männlichen Abteilung anfängt, muss vermutlich wesentlich mehr Energie aufbringen, um diesen Schritt zu tun, als Frauen, die dann zumindest schon ein paar weitere Frauen in der Abteilung sehen. Und das ist unabhängig davon, dass die Kollegen alle nett sind und gar keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern machen, denn man hat trotzdem eine Art Außenseiterrolle. Auch auf IT-Veranstaltungen gibt es denke ich ähnliche Dynamiken. Es ist nicht so, dass die Frauen ausgeschlossen werden, aber im Gegenteil, vielleicht bekommen sie auch zu viel Aufmerksamkeit, entweder einfach weil sich die anderen schon kennen und die neuen begrüßen wollen oder auch weil besonders stark versucht wird, die Frauen einzubinden. Ich kann das halt nur vermuten, weil ich es ja nicht selbst erfahren kann, aber ich denke solche Frauengruppen können helfen, diese Hürden zu senken. Es mag auch daran liegen, dass ich zunehmend darauf achte, aber ich sehe auch mehr Programmiertutorials von Frauen online. Wenn das dann Videos sind, findet man leider auch oft Kommentare zum Aussehen. Nicht mal negative Kommentare, aber ich finde es dann schon schade, dass das das erste ist, was manchen einfällt. Aber von den Videos selbst geht denke ich eine gute Wirkung aus, zumindest hoffe ich das. > Ansonsten finde ich ja, dass ein IT-Job schon in gewisser Weise > attraktiv für Frauen sein kann, da man recht flexibel und auch gut von > zuhause aus arbeiten kann. Mich hatte eine Mutter mal explizit > angesprochen, dass sie Programmieren lernen möchte, um in die IT zu > wechseln, um auch von zu Hause aus arbeiten zu können. Ist nur nicht > das Killerargument, wenn man bei Teenagern die Lust am Programmieren > wecken möchte. 🙂 Die Frage, die sich mir dabei noch aufdrängt, ist, welche anderen Stellschrauben man noch anpacken müsste, damit nur die Frauen auf sowas achten müssen, die auch gerne von zu Hause arbeiten, z.B. weil sie ein Kind betreuen möchten. Meine Vermutung ist, dass manche Frauen in der IT vielleicht auch besser verdienen würden als ihr Partner und dann der Partner aus finanzieller Sicht erst mal zu Hause bleiben würde. Das spielt ja bei vielen Familien eine Rolle. Die Teenager bekommt man vielleicht schon übers allgemeine Technikinteresse. Ich habe den Eindruck das verschiebt sich ohnehin etwas, weil ein Einstiegspunkt, die Videospiele, weniger männlich dominiert werden. Zumindest bei meinen Azubis hab ich den Eindruck, dass das sowohl für Männer als auch für Frauen oft der Beginn des Interesses war. Und in meiner Jugend haben Frauen eher keine Videospiele gespielt, weil das was "für Jungs" war. Aber das ist jetzt nur ein sehr anekdotischer Eindruck. > Ja aber Frauen-Netzwerke sind wichtig. Also falls es hier Frauen auf > der Mailing-Liste gibt, die Lust auf solch ein Netzwerk innerhalb der > FSFE haben, könnt ihr mir gern direkt schreiben. Ich fände es toll, wenn sowas zu Stande käme und ich denke es gäbe für sowas sicher auch finanzielle Unterstützung, sobald diese hilfreich wäre: https://fsfe.org/news/2021/news-20210219-01 Happy hacking! Florian _______________________________________________ FSFE-de mailing list [email protected] https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de Diese Mailingliste wird durch den Verhaltenskodex der FSFE abgedeckt. Alle Teilnehmer werden gebeten, sich gegenseitig vorbildlich zu behandeln: https://fsfe.org/about/codeofconduct
