Kurzzusammenfassung: Der Beschluss über einen Wechsel wurde aufgeschoben. Meine Wahrnehmung ist, dass der Druck doch zu groß wurde und die Beschlussvorlage dann von OB Reiter und CSU von einem Beschluss in eine Erstellung eines Konzepts umgedeutet wurde. Allerdings wurde in der Debatte im Stadtrat klar, dass CSU und SPD eine klare Vorstellung haben, wie dieses Konzept ausfallen soll.
Wir haben aber zumindest erreicht, dass die Regierung nun die Kosten vorab klarer beziffern muss. Es wurden mehrere der Fragen, die hier mit erarbeitet wurden in der Sitzung von Stadträten (auch von Leuten, die gesagt haben, dass sie Microsoft gut finden) vorgelesen. Weiterhin haben die Stadträte alle gesagt, dass sie noch nie so viele Fragen von Bürgern aus ganz Deutschland bekommen haben. Danke an alle von Euch, die unserem Aufruf dazu gefolgt sind! Hintergrund: Hier der Beschluss, der nun getroffen wurde. Markiert ist der Teil, der per Änderungsantrag in der Sitzung ergänzt wurde. Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich ein Konzept zu erstellen, wie auf Basis des neu zu entwickelnden Windows-Basis-Clients bis spätestens zum 31.12.2020 eine stadtweit einheitliche Client-Architektur geschaffen werden kann. Bei den Standardfunktionalitäten (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, PDF-Reader, E-Mail-Client, Internetbrowser) sind dabei stadtweit einheitlich marktübliche Standardprodukte einzusetzen, die eine höchst mögliche Kompatibilität nach intern und extern sowie zu anderen Software-Produkten (z. B. SAP) gewährleisten. <<<Bei der Erarbeitung des Konzepts soll zudem dargestellt werden, welche bisherigen Programme auf Limux-Basis entfallen sollen. Hierbei wird der Stadtrat darüber unterrichtet, inwieweit und in welcher Höhe Investitionskosten abgeschrieben werden müssen. Zum anderen soll eine grobe Kalkulation der notwendigen Kosten für die Anschaffung der geplanten stadtweit einheitlichen und marktüblichen Client-Architektur vorgelegt werden. Der Stadtrat wird dann eine endgültige Entscheidung treffen.>>> In der Übergangszeit wird es den Referaten und Eigenbetrieben freigestellt, unter Berücksichtigung der individuellen technischen Gegebenheiten den neu entwickelten Windows-Basis-Client mit den vorgenannten Standardprodukten einzusetzen oder weiterhin einegemischte Client-Architektur (Windows/LiMux) zu betreiben. (Quelle: <https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/TOP/4372059.pdf>, wobei es so aussieht, als ob dort ein Fehler drin ist, weil das letzte Wort "funktionieren." nicht zu den Anträgen passt. Aber vielleicht übersehe ich etwas und jemand von Euch durschaut das besser.) Presse: In den letzten Tagen sind viele Artikel zu Limux. Sowohl in Deutsch als auch in vielen anderen Sprachen. Hier eine kleine Auswahl von Artikeln auf Deutsch, die ich lesenswert finde: - "Nahendes LiMux-Aus: Open-Source-Szene trauert, Microsoft jubelt" <https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nahendes-LiMux-Aus-Open-Source-Szene-trauert-Microsoft-jubelt-3627759.html> (Mehrere Zitate von FSFE und Georg Greve für Kolab Systems.) - "Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird" <https://www.golem.de/news/muenchen-wie-limux-unter-ausschluss-der-oeffentlichkeit-zerstoert-wird-1702-126205.html> (Sehr guter Kommentar von Sebastian Grüner bei Golem) - Hintergründe aufbereitet für ein breiteres Publikum <http://www.nachdenkseiten.de/?p=37052> Ich bin sehr stolz darauf, was hier viele Leute in der Freien-Software-Bewegung gemeinsam erreichen konnten. Vielen lieben Dank an alle Beteiligten! Viele Grüße Matthias -- Matthias Kirschner - President - Free Software Foundation Europe Schönhauser Allee 6/7, 10119 Berlin, Germany | t +49-30-27595290 Registered at Amtsgericht Hamburg, VR 17030 | (fsfe.org/join) Contact (fsfe.org/about/kirschner) - Weblog (k7r.eu/blog.html) _______________________________________________ FSFE-de mailing list [email protected] https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de
