Simon Jolle schrieb:
Hi Simon,
Ist das richtig?
Bei Debian Backports werden Packages aus Testing kompiliert, gegen die
Bibliotheken des jeweils stabilen Debian Releases (es werden keine
neunen Libs eingespielt).
Wie funktioniert dies in der Praxis? Wird der Code des Packages
angepasst? Oder ersetzt Backports einfach relativ grosszügig
Altlasten?
Also zu diesen Fragen kann ich dir leider nichts sagen.
Kann man als Backports User, dann erfolgreich ein dist-upgrade machen?
In meinem Fall war es so (betreffende Upgrade von Sarge zu Etch):
Ohne die Backports hätte ich mich wohl nicht einfach so getraut, ein
Upgrade zu versuchen. durch die Backoprts konnte ich mir relativ sicher
sein, dass die für mich wichtigen Dienste (z.B.
Postfix/AmaViS/ClamAV/SpamAssassin/Cyrus, MySQL, der Kernel selber
natürlich) sich nicht so riesig von den Etch-Versionen unterschieden
haben. Dadurch konnte ich mir ralativ sicher sein, dass mich kein
großartigen Problem erwarten werden im Bezug z.B. auf Konfigurationen.
Und genauso war es auch. Da Upgrade lief recht Problemlos, das Ganze hat
mich ca. zwei bis drei Stunden gekostet.
Glauben konnte ich es selber nicht so richtig.
Okay, seit dem Upgrade habe ich keinen X-Server und kein Gnome mehr auf
dem System aber sowas kann man dann ja auch manuell wieder
nachinstallieren, wenn man es braucht.
Das einizig "wichtige" was seitdem nicht mehr so tut wie vorher ist mein
Graph von Postfix für Cacti.
Webalizer hat ein anderes Konfig-Verzeichnis (/etc/webalizer, früher
wars direkt /etc/), dadurch musste ich in /etc/init.d/webalizer den Pfad
anpassen. Das habe ich mir allerdings glaube ich während des Upgrades
selber eingebrockt, da ich meine Einstellungen natürlich beibehalten wollte.
Ansonsten musste ich wirklich überhaupt nichts tun.
Also: dist-upgrade mit Backports kann ich aus meiner bisherigen
Erfahrung sogar Empfehlen und nicht einfach nur als problemlos einstufen!
Mich würden Meinungen aus der Praxis und etwas mehr zur Theorie von
Backports interessieren.
Auch so, im laufenden Betrieb von Sarge (Etch ist noch zu jung um
darüber was sagen zu können) konnte ich bisher keine Probleme, die ich
nicht selbst verschuldet habe feststellen. Und die Probleme wären wohl
auch ohne Backports entstanden.
Ich kenne das Backporting von RH, denn sie liefern für RHEL 2.1 noch
Security Fixes.
Security fixes bekommst du bei Debian ja eh nicht über Backports sondern
über security.debian.org.
Andy
--
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